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WFTGA-Friedenszeremonie in Nagasaki unterstreicht die ethische Verantwortung von Tourist Guides weltweit

1.000 Papierkraniche und eine gemeinsame Friedenserklärung bilden den Rahmen für einen eindringlichen Appell für Wahrheit, Kontext und berufliche Integrität Nagasaki, Japan – 2026 Während der WFTGA-Konferenz 2026 in Japan kamen Tourist Guides aus der ganzen …

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1.000 Papierkraniche und eine gemeinsame Friedenserklärung bilden den Rahmen für einen eindringlichen Appell für Wahrheit, Kontext und berufliche Integrität

 

Nagasaki, Japan – 2026

Während der WFTGA-Konferenz 2026 in Japan kamen Tourist Guides aus der ganzen Welt in Nagasaki zu einer Friedenszeremonie zusammen, die zu einem der bedeutendsten Momente der gesamten Konferenz wurde.

Im Laufe der Konferenz falteten die Teilnehmenden 1.000 Papierkraniche, ein japanisches Symbol für Frieden und Hoffnung. Die Kraniche wurden während der Zeremonie gemeinsam mit der Gastgeberorganisation K-ITG feierlich überreicht. Die Geste symbolisierte internationale Solidarität und ein gemeinsames Bekenntnis zu Dialog und Erinnerung.

Den Abschluss der Zeremonie bildete die gemeinsame Unterzeichnung einer Friedenserklärung mit dem Bürgermeister von Nagasaki, die die universellen Menschenrechte, die Menschenwürde und die Verantwortung bekräftigt, Geschichte mit Feingefühl und Integrität zu vermitteln.

Im Mittelpunkt der Zeremonie stand die Rede von WFTGA-Präsident Sebastian Frankenberger, die viele Teilnehmende als emotionalen und inhaltlichen Höhepunkt der Konferenz bezeichneten.

In seiner Rede betonte der Präsident, dass katastrophale Momente der Geschichte nie isolierte Ereignisse sind, sondern das Ergebnis jahrelanger Entwicklungen, geprägt von schwindendem Vertrauen, scheiternder Kommunikation und verpassten Chancen zum Dialog. Er erinnerte die Tourist Guides daran, dass Erinnern allein nicht genügt. Auf die Erinnerung muss Verantwortung folgen.

Mit Blick auf die berufliche Rolle von Tourist Guides sagte er:

„Wir erklären. Wir verbinden. Wir geben Kontext. Und damit prägen wir Wahrnehmung. Das ist Einfluss. Und Einfluss bedeutet Verantwortung.“

Er unterstrich, dass Guides nicht bloß Informationen weitergeben, sondern Geschichte und Kultur deuten und ihrem Publikum helfen, Komplexität, Widersprüche und Zusammenhänge zu verstehen. In einer Zeit, die von selektiven Erzählungen, Social-Media-Blasen und gezielter Desinformation geprägt ist, wird die Fähigkeit, Perspektive von Fakten zu unterscheiden, unverzichtbar.

Sebastian Frankenberger stellte dem Berufsstand eine zentrale Frage: „Wie erkennen wir Wahrheit? Wo suchen wir nach ihr, und wie bleiben wir offen in einer zersplitterten digitalen Welt?“

Er rief Guides weltweit dazu auf, kritisches Denken, respektvollen Dialog und den Mut zu fördern, wahrhaftig und mit Bedacht zu sprechen – besonders dann, wenn Geschichte verzerrt oder Leid verharmlost wird. Er betonte, dass berufliche Unparteilichkeit nicht moralische Gleichgültigkeit bedeutet.

Da es immer weniger Zeitzeugen der dunkelsten Kapitel der Geschichte gibt, erinnerte er die Teilnehmenden daran, dass die Verantwortung des Erinnerns zunehmend bei jenen liegt, die die Ereignisse nicht selbst erlebt haben, aber dafür sorgen müssen, dass die Menschlichkeit im Mittelpunkt der Erzählung bleibt.

Bei vielen Teilnehmenden fand diese Reflexion über ethische Verantwortung großen Widerhall. Zahlreiche Teilnehmende beschrieben die Rede als zutiefst bewegend; sie bestärkte ihr Verständnis des Guidings als Beruf, der auf Integrität, kultureller Sensibilität und der Verpflichtung zur Wahrheit beruht.

Die Tourist Guides verließen Nagasaki nicht nur bewegt, sondern mit erneuertem Engagement, die höchsten Standards professionellen Guidings hochzuhalten und in ihren Gemeinschaften als verantwortungsvolle Botschafterinnen und Botschafter von Dialog und Frieden zu wirken.

Die vollständige Rede

Die vollständige Rede von WFTGA-Präsident Sebastian Frankenberger ist verfügbar:

• Das vollständige Video ansehen

• Das vollständige Transkript lesen

• Die Rede als PDF zur Weitergabe herunterladen

Wir ermutigen alle Mitglieder und Partner, die Rede in ihren Netzwerken zu teilen. Die ethische Verantwortung von Tourist Guides und die gesellschaftliche Wirkung unseres Berufs verdienen weltweit mehr Anerkennung.

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