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August 2016

Wie wird es sein, wenn wir mit der Schnelligkeit des Blitzes Nachrichten über die ganze Erde werden verbreiten können

Der Merian schreibt ein Heft über Passau und #visitlinz wird als Ausflugsziel präsentiert. Durfte gestern einem Hamburger Journalisten die Mischung aus Natur, Technik und Menschsein näher bringen. Unser Linzer Tourismusdirektor Georg Steiner hat ihm ein Zitat von Adalbert Stifter aus dem „Nachsommer“ in den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts mitgegeben, das ihn sehr gefesselt hat: 

Stifter„…Wir haben zum Teil die Sätze dieser Wissenschaften noch als totes Eigentum in den Büchern oder Lehrzimmern, zum Teile haben wir sie erst auf die Gewerbe auf den Handel auf den Bau von Straßen und ähnlichen Dingen verwendet, wir stehen noch zu sehr in den Brausen dieses Anfanges, um die Ergebnisse beurteilen zu können, ja wir stehen erst ganz am Anfange des Anfanges. Wie wird es sein, wenn wir mit der Schnelligkeit des Blitzes Nachrichten über die ganze Erde werden verbreiten können, wenn wir selber mit großer Geschwindigkeit und in kurzer Zeit an die verschiedenen Stellen der Erde werden gelangen, und wenn wir mit gleicher Schnelligkeit große Lasten werden befördern können? Werden die Güter der Erde da nicht durch die Möglichkeit des leichten Austausches gemeinsam werden, dass allen alles zugänglich ist? …. Wie weit das geht, wie es werden wie es enden wird, vermag ein irdischer Verstand nicht zu ergründen. Nur das scheint mir sicher, andere Zeiten und andere Fassungen des Lebens werden kommen, wie sehr auch das, was dem Geiste und Körper des Menschen als letzter Grund inne wohnt, beharren mag.“ (Adalbert Stifter, 1857)

Aus dem „Nachsommer“ kommt auch die Erkenntnis, dass ökonomisches Wachstum inneres Wachstum nicht ersetzen kann. In Linz versuchen wir im Tourismus genau diese Entschleunigung unseren Gästen zu vermitteln, zum Nachdenken anzuregen. Wir leben also unseren Slogan: Linz, verändert

 

Beleidigungen werden zur Anzeige gebracht

Das Nichtraucherschutz-Volksbegehren ist jetzt über 6 Jahre her. In den vergangenen Jahren durfte ich mir neben vielen positiven Rückmeldungen, leider immer wieder auch Beleidigungen, Morddrohungen, etc gefallen lassen. Ich habe stets versucht, freundlich mit folgendem Text zu antworten: 

„Sind Sie eigentlich damals zur Abstimmung gegangen? Darf ich Sie nochmals daran erinnern, was ein Volksbegehren ist: https://de.wikipedia.org/wiki/Volksbegehren_(Deutschland)
Nicht ein Einzelner entscheidet, sondern jeder hat die Möglichkeit, bei der Wahl abzustimmen. Sollte Ihnen das Ergebnis nicht passen, können Sie selbst ein Volksbegehren starten. Infos dazu erhalten Sie unter https://bayern.mehr-demokratie.de/8760.html

Bitte bedenken Sie, wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es auch zurück. Wie möchten Sie, dass man mit Ihnen umgeht? Meistens gilt auch das Projektionsprinzip: http://www.zeitzuleben.de/sind-sie-ein-projektor/. Was man anderen Vorwirft, sagt man eigentlich über sich selbst.“

Bisher bin ich nicht juristisch gegen Beleidigungen vorgegangen. Ab sofort werde ich jede Beleidigung gegenüber meiner Person in sozialen Netzwerken oder auch persönlich auf der Straße zur Anzeige bringen, sollte sich betreffende Person nach einer Aufforderung nicht entschuldigen. Genauso gehe ich ab sofort gegen Verleumdungen und Rufmord vor, was leider innerhalb der ÖDP noch passiert. 

Sollten Sie bereits eine Anzeige erhalten haben, läuft die weitere Kommunikation nur über meinen Anwalt: www.kanzlei-gaudlitz.de.

 

Hier nim Platz und ruh Dich aus

IMG_0817Durfte heute mit amerikanischen, australischen und britischen Reisebloggern und Journalisten die Schlögener Schlinge erwandern. Der Blick vom Steiner Felsn ist einfach immer wieder ein Traum und das Gedicht am Baum aus dem Jahre 1968 regt zum Nachdenken an:

Hier nim Platz und ruh Dich aus, 
betracht der Donau schönen Lauf. 
Wirfst Deinen Blick nach allen Seiten, 
siehst überall die Donauleithen. 

Denk wie schnell die Zeit verrinnt, 
da man von allem Abschied nimmt. 
Vielleicht ists heut das Letztemal,
wo Du bist im Donautal. 

zum Verständnis

Ich bin anscheinend falsch verstanden worden. Ich habe gesagt, dass ich mich wieder vermehrt über meine Website und über diverse Sozial-Media-Kanäle auch politisch äußern werde. Ich hab mich über 1 Jahr mehr oder weniger aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, war in Passau nur beruflich während Führungen unterwegs, weil ich das Mobbing der ÖDP verdauen musste. Aber jetzt werde ich auch mal wieder Privat diese schöne Stadt genießen. Über ein parteipolitisches Engagement habe ich nichts gesagt. 

Momentan sehe ich keine Partei, bei der ich mich engagieren könnte. Außerdem erzählen mir diverse Stadträte, dass man ja eh nichts machen kann, weil vieles am Stadtrat vorbei in der Verwaltung beschlossen wird oder nur mit kurzfristigen mündlichen Vorlagen direkt in der Sitzung abgenickt wird. Sorry, aber auf so ein frustrierendes Zeittodschlagen habe ich keine Lust mehr. Ich werde auf meinem Blog ab und zu etwas kommentieren. Bis die Zeit für Aufbruch und Veränderung in Passau kommt, braucht es anscheinend noch einige Jahre. Seit längerem werden bei Ideen nur Ausreden gesucht, warum man etwas nicht umsetzten muss. 2-3 Steckenpferde wie das Hochwasser, die Flüchtlingsthematik und sonst sind unsere Bürgermeister Händeschüttler und schauen, dass nichts verändert wird, damit sie wieder gewählt werden. 

Gerade im Bereich Stadtentwicklung, Kultur oder Tourismus gäbe es große Potentiale, Visionen oder noch zu meiner Stadtratszeit vorgestellte Studien, die viel Geld gekostet haben, aus denen aber nie etwas umgesetzt wurde. Am meisten bräuchte Passau eine Zukunftsvision: Wie soll die Stadt in 10-15 Jahren aussehen, welches Profil will sie haben? 

Ich bin in Linz und Oberösterreich als Branchensprecher der austriaguides in der Wirtschaftskammer sehr gut ausgelastet, daher habe ich in Passau keine Ambitionen. Wenn dann gehört in Passau Georg Steiner mehr unterstützt. Er setzt im Tourismus in Linz genau meine politischen Ideen, der Entschleunigung, das Mensch sein und der Verbindung von Technik und Natur im nachhaltigen Miteinander um, regt die Urlaubsgäste zum Nachdenken an und verändert damit die Gesellschaft grundlegend ohne in Linz politisch etwas verändern zu müssen. 

Es geht wieder los…

Nachdem ich mich über ein Jahr mehr oder weniger aus den sozialen Internetkanälen zurück gezogen haben, werde ich langsam wieder aktiver. Ich brauchte nach dem Mobbing innerhalb der ÖDP meine Auszeit. Leider treten einige Vorstandsmitglieder immer noch gegen mich nach, was ich mir aber nicht mehr länger gefallen lassen werde. Dazu mehr in einem separaten Beitrag. 

Ich war das letzte Jahr nicht inaktiv, sondern sehr viel mit dem Ausbau meiner Selbstständigkeit als Reiseleiter, Gästeführer und Trainer aktiv. Meine Arbeit als ehrenamtlicher Branchensprecher der austriaguides in OÖ und Ausbildungsleiter am WIFI Linz nimmt auch schon wieder einiges an Zeit in Anspruch, ist aber im Vergleich zur Parteipolitik nicht so frustrierend. 

Politisch werde ich mich in Zukunft verstärkt zur Lokalpolitik in Passau äußern. Denn es ist wirklich ein Trauerspiel was hier passiert oder besser gesagt nicht passiert. Ich kann mir diese Ausreden, warum etwas nicht geht, nicht mehr länger anhören. Meine Heimatstadt liegt mir nach wie vor am Herzen. 

Wie oft ich meinen Blog aktualisieren werden, kann ich noch nicht sagen. Dieses Jahr bin ich viel mit Reiseleitungen quer durch Europa unterwegs, schaut daher lieber mal öfter auf meinem Instagram-Account vorbei 🙂